IT ist Politik!

Die Überschrift ist mittlerweile keine Frage mehr. Entscheidungen in der IT, Entscheidungen für eine IT beeinflussen unser Leben. Auf der Veranstaltung gestern im Rahmen der Vorstellung der Parteien zu Bundestagswahl ist das noch einmal deutlich geworden.

Der einzige Politiker, der die Dimension verstanden hat, war Jürgen Trittin.

Digitale Entscheidungen treffen Europa bis ins Mark, wenn Sie falsch sind. Und zurzeit ist davon auszugehen, dass die Entscheider genauso wie in Afghanistan wieder und wieder falsche Entscheidungen treffen.

Eines hat die Pandemie in aller erschreckender Deutlichkeit gezeigt. Die Abhängigkeit ist so groß geworden, dass selbst das Finanzministerium erwägt die Microsoft Cloud zu nutzen.

Wo ist da bitte schön die Souveränität?

Microsoft fährt noch viel entschiedener in der Pandemie die Cloud Strategie. Waren in der Cloud bisher nur private Daten, werden immer entschlossener Firmendaten transferiert. Wer in der IT Security unterwegs ist, dem sei nur das Patchmanagement von Microsoft bei lokalen Installationen von Exchange ans Herz gelegt (da fehlt jegliche Vertrauenswürdigkeit).

Teams forever!

Wo ist da bitte schön die Souveränität?

Apple sponsort für die Schulen IPads. Und ich frage mal provokativ; wenn wir rechte Gruppen für Ihr Engagement berechtigterweise verurteilen schon in den Schulen zu rekrutieren, warum lassen wir Apple gewähren?

Wo ist da bitte schön die Souveränität?

Wenn es einem Konzern oder einer Regierung in den Sinn kommt, uns den digitalen Hahn zuzudrehen, sind wir absolut machtlos. Wir sind erpressbar. Die Trump Administration hat das in aller Deutlichkeit gezeigt.

Und? Lernen wir daraus?