Gedanken zur Digitalisierung

Gedanken zur Digitalisierung?

Wikipedia definiert Digitalisierung wie folgt:
Unter Digitalisierung versteht man das Umwandeln von analogen Werten in digitale Formate und ihre Verarbeitung oder Speicherung in einem digitaltechnischen System.

Eine Rückständigkeit Europas in digitaler Nutzung ist danach ausgeschlossen.

Wo nun ist Europa rückständig?
Unbestritten sind:

  • der Breitbandausbau
  • in der Top Ten befindliche Digitalkonzerne
  • beim autonomen Fahren oder der KI Entwicklung
    • oder doch nicht, da passiert gerade eine Menge
  • Bei der Nutzung und Vernetzung von digitalen Daten
    • da ist doch die Datenschutzgrundverordnung davor oder ?

Mmh!

An den Entwicklungen gerade im Bereich von „Social Media“ kann man gut erkennen, dass nicht alles Gut ist, weil oder wenn es da ist. Gerade am Beispiel des „Arabischen Frühlings“ kann man erkennen, wie verherend die Auswirkungen sein können. Erst das Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmtheit und heute dominiert noch mehr Unterdrückung.

Mehr Digitalisierung ist also ein zweischneidiges Schwert. Und beide Schneiden  sind sehr scharf.

Diverse Versuche die grossen Digitalkonzerne zu regulieren und zu begrenzen sind bereits gescheitert. Wie solle man sich auch gegen mehr Bequemlichkeit und Lustgewinn durchsetzen? Die Entscheidung trifft der „mündige Verbraucher“. Und gegen überzeugte Nutzer kann man schlecht Politik machen.

Es ist richtig, wenn Fachleute den mangelnden Datenaustausch der Gesundheitsämter in der jetzigen Pandemie beklagen. Es ist ebenso richtig, das da jeder sein eigenes Süppchen kocht, das noch „Faxe“ verwendet werden. Nur sind das Entscheidungen, die die Ämter nicht aus Jux und Tollerei treffen, sondern weil Sie diese Prozesse und Strukturen kennen.

Prozesse zu kennen ist aber gerade dann elementar, wenn es darum geht, diese zu digitalisieren. Das braucht Zeit. Es gibt ja schließlich nicht nur eine Lösung.

Diese Zeit darf sich Europa nehmen. Wir sind Europa. Diese Zeit nehmen wir uns. Wir entwickeln uns. Und das darf gerade bei der Digitalisierung ganz anders aussehen.

Stefan Friedrich
Inhaber