Sicherheit im Web?

Sicherheit im Web?

Gibt es nicht.

Sind Server in der Cloud sicher? Wissen wir nicht. Das ist der Punkt, in dem man sich auf die Aussagen der Anbieter verlassen muss.

Vertrauen?

Wer wert legt auf Privatsphäre, kann seine Daten nicht in die Cloud legen. Wer kontrolliert die Anbieter? Sie, wir, ein Amt?
Der Kunde hat nicht das nötige technische Know How um eine Kontrolle durchzuführen. Uns läßt man nicht an die Programmierungen ran. Und die deutschen Datenschützer haben nicht genügend Personal vom Know How einmal abgesehen.

Gesetzliche Vorgaben sind gut, wenn man sich daran hält.

Und wie man sich an gesetzliche Vorgaben halten kann, zeigen uns deutsche Automobilhersteller.

Daten überall im Zugriff zu haben, ist praktisch. Kalender, Mail, Kontakte, Kommunikation immer und überall. Das ist je nach Branche und Unternehmen mittlerweile überlebensnotwendig.

Aber diese Funktionalitäten haben grundsätzlich nichts mit der Cloud zu tun. Das geht auch über eigene Technik zu mehr als konkurrenzfähigen Preisen.

Wir hörten vor kurzem von einem Fall, in dem der Cloudspeicher einer Firma durch einen lokalen Virus verschlüsselt wurde. Der Anbieter hat dann kurzerhand die Datensicherung wieder eingespielt. Alles kein Problem.

Aber der Anbieter hatte damit auch vollen Zugriff auf die Daten der Firma.

Wollen Sie einer Firma Daten geben, zu denen auch Firmen Zugang haben, denen Sie nicht vertrauen, oder von denen Sie nicht einmal wissen, dass diese Zugang zu Ihren Daten haben?

Das muss jeder Anwender für sich entscheiden, sofern es ausschließlich um seine Daten geht. Einige Betreiber sozialer Netzwerke greifen auf den gesamten Datenbestand eines Nutzers zu, wenn ein Programm des Betreibers installiert wird. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Sofern ausschließlich nur persönliche Daten des Nutzers abgegriffen werden, ist alles in Ordnung. Jeder Mensch hat das Recht und die Freiheit die Dienste zu nutzen, die er Nutzen will, sofern damit nicht gegen geltendes Recht verstoßen wird. Das ist ein hohes zu schützendes Gut. Wenn aber mit der Installation auch Daten von anderen Personen abgegriffen werden, wird in die Selbstbestimmung dieser Personen eingegriffen. Das ist nicht mehr in Ordnung.

Mittlerweile wissen wir nicht mehr, wer wieviel Daten von uns in welchem Zusammenhang zur Verfügung hat. Und wir wissen auch nicht, welche Schlüsse daraus gezogen werden. Das hat mit Freiheit und Selbstbestimmung nichts mehr zu tun.